Die bedrohten Flächen in unserem Projekt im Amazonas werden ursprünglich von traditionellen Völkern bewohnt und bewirtschaftet. Schwache gesetzliche Regelungen bezüglich der Landnutzung führen dazu, dass die Region nahe des Amazonas ökologisch stark von Abholzung gefährdet ist. Die Flächen gelten als fruchtbar und leicht zugänglich, so dass industrielle Agrar-Unternehmen die Gebiete für den Anbau von Soja in großem Stile zu nutzen versuchen. Durch die Abholzung drohen die “Ribeirinhos”, wie die Amazonas-Einwohner genannt werden, ihren ohnehin geringen Erwerb zu verlieren, da sie meist von vom Fischfang oder Bedarfswirtschaft leben. Neben den Lebens- und Wirtschaftsräumen sind von der Abholzung auch zahlreiche Tierarten bedroht.


Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wird das gefährdete Gebiet durch das Waldschutz-Projekt in mehrere Parzellen geteilt und jeweils streng überwacht. Auf diese Weise wird es vor einer ungewollten Übernahme durch die Agrar-Industrie geschützt und vor der illegalen Abholzung bewahrt. Die Regenwaldflächen bleiben durch das Projekt bestehen und die dort lebenden Familien sowie deren Lebensräume sind in Sicherheit. Die Bevölkerung wird aktiv an dem Prozess beteiligt: die Ribeirinhos werden im Monitoring ausgebildet, sodass neben dem Schutz des Waldes auch noch Arbeitsplätze entstehen