Natürlich ist es das Allerbeste, seinen eigenen CO₂ -Fußabdruck zu verringern, etwa indem man auf Flug- und Autoreisen verzichtet. Doch manchmal ist das schlicht nicht möglich. Die Kompensation der Emissionen ist dann die zweitbeste Lösung und hat - anders als Ablasshandel - einen tatsächlichen Effekt. Sie führt dazu, dass an anderer Stelle CO₂  eingespart wird. Auch das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb einen Dreiklang aus Vermeiden, Reduzieren und Ausgleichen. Die Befürchtung, dass durch Kompensationen eine Ablasshandel-Mentalität einsetzen könnte, die als Rechtfertigung für mehr klimaschädlichen Konsum missbraucht wird, haben Wissenschaftler der Universitäten Kassel und Hamburg widerlegt. Menschen, die schon einmal CO₂ -Emissionen kompensiert haben, neigen auch in anderen Bereichen zu einem klimafreundlichen Konsumverhalten.