Das derzeit unterstützte Projekt ist folgendes: 


Projekt Nidisi: Recycling in Nepal


Plastikmüll stellt Nepal vor eine ökologische Herausforderung. Der Müll landet auf überfüllten Deponien, in der Natur oder wird umweltschädlich verbrannt. Das Projekt strebt eine Recycling-Quote von 80% in Nepal an. Dazu werden modulare Recycling-Zentren aufgebaut, in denen mit Hilfe von Pressen die Dichte der Materialien erhöht wird. So wird der Transport zu Recycling-Fabriken möglich. Eine Ballenpresse hat eine Kapazität von 20.000 kg pro Monat, ausgehend von einem tatsächlichen Durchlauf von 18.-20.000 kg sind das 4kg pro Minute. Mit Rounding Up finanzieren wir zwei solcher Pressen.


Langfristig plant Nidisi die Integration von nicht-recycelbarem Kunststoff als Betonersatz im Straßenbau. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut und einigen Universitäten haben sie ein innovatives Verfahren entwickelt, das den Straßenbau auf ein neues Niveau hebt. Mehrere Pilotstraßen sind bereits in der Bauphase. Ein weiterer Teil von Rounding Up fließt in entsprechende Forschungskosten.



Nepal in der Klimakrise - wie unser Projekt hilft

Die Auswirkungen der Klimakrise betreffen Nepal bereits heute. Sie machen sich besonders kurz vor, nach und während der Regenzeit bemerkbar. Große Überschwemmungen und viel zu lange Trockenperioden bringen Herausforderungen für Menschen und der Landwirtschaft mit sich. Die Trockenzeit führt zu unkontrollierten Waldbränden und die überdurchschnittliche Intensität der Regenzeit zu vielen Todesfällen. Die Erwärmung in Nepal wird voraussichtlich höher ausfallen als im globalen Durchschnitt. Der Klimawandel hat bereits erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt in Nepal - die Verbreitungsgebiete der Arten verlagern sich in höhere Lagen, die Gletscher schmelzen, und die Häufigkeit von Niederschlagsextremen nimmt zu.


Recycling als Beitrag zur Klimagerechtigkeit

1. Internationale Ungleichheit: Die Menschen im globalen Norden verbrauchen das meiste Plastik, sind aber von den Folgen weniger betroffen.

-> durch Plastikkredite, die als Gutschriften an Unternehmen im globalen Norden verkauft werden, zahlen diese für das Recycling im globalen Süden.


2. Einkommensungleichheit: Arme Regionen sind stärker von der Plastikverschmutzung betroffen, so dass die dort lebenden Menschen eher gesundheitliche Probleme bekommen. 

-> Recycling bekämpft die Verschmutzung.


3. Geschlechterungleichheit

-> Frauen erhalten im Projekt den gleichen Lohn wie Männer.


4. Stadt-Land-Ungleichheit: Die Dörfer können die Abfallwirtschaft oft nicht selbst entwickeln. In ländlichen Gebieten ist die Arbeitslosenquote höher.

-> Das Projekt schafft mobile Recycling-Zentren, die überall eingesetzt werden können und den Abtransport ermöglichen.

-> Das Projekt schafft Arbeitsplätze auf dem Land.